Bauherrschaft
Sulzer Immobilien AG und
Winterthur Leben
Elektroplanung
Elektro-Design & Partner AG, 8408 Winterthur
Landschaftsarchitektur
Vetsch Nipkow Partner AG, 8001 Zürich
Leuchtenlieferanten
Trilux AG, 8957 Spreitenbach
Licht- & Glasplanungs GmbH, 6064 Kerns
Brunner Lichtprodukte AG, 9500 Wil
Fertigstellung
2004
Bilder
Robert Narr, 8400 Winterthur
Vogt & Partner, 8400 Winterthur
Auszeichnungen
Goldener Hase 2004, Hochparterre
Das frühere Industrieareal der Firma Sulzer umfasst etwa
die gleiche Fläche wie der mittelalterliche Altstadtkern
von Winterthur, dem er sich direkt gegenüber befindet,
getrennt durch die Bahnlinien.
Für lange Zeit war das ganze Gebiet für die Bewohner
Winterthurs eine Art ‘verbotene Stadt’, die sich
erst vor kurzer Zeit geöffnet hat mit dem Ende der industriellen
Nutzung.
Der Katharina Sulzer - Platz ist jetzt ein zentrales Element
in der Transformation der industriellen urbanen Räume
in einen neuen Stadtteil von Winterthur.
Der Ort stellt eigentlich das ungedeckte Arbeitsfeld eines
grossen Krans zwischen verschiedenen Teilen der vormaligen
Giessereiproduktion dar.
Das Beleuchtungskonzept benutzt die vorhandenen Elemente,
um die Ausdehnung des Platzes, seine neuen Funktionen und
seine Geschichte lesbar zu machen.
Die fliegende Struktur der Kranbahn wird mit blauen FL zurückhaltend
nachgezeichnet, um über dem Platz für öffentlichen
Anlässe den Raum abzustecken. Die Laufkatze kann immer
noch über ein Stück des Platzes bewegt werden. Sie
ist mit Halogenmetalldampf - Scheinwerfern bestückt,
mit denen bei Bedarf der darunter liegende flache Bühnenwagen
beleuchtet wird, der ebenfalls beweglich ist. Die Bühne
selber scheint normalerweise auf einem indirekten Lichtpolster
zu schweben, dass durch neutralweisse FL’s in der Unterkonstruktion
erzeugt wird.
Die starke Längsausdehnung des Platzes wird auf der
weniger geschlossenen Seite durch eine Baumgruppe abgebremst.
Je nach der Plazierung der Laufkatze mit den Scheinwerfern
über diesen Bäumen kann der Platz mit der Beleuchtung
visuell geschlossen oder geöffnet werden.
Das andere Ende des Platzes wird durch zwei flache Becken
markiert, in denen orange-rot glühendes Wasser an die
Hitze von geschmolzenem Eisen erinnert. Das Glimmen wird mit
einer Glasfaseroptik erzeugt.
Auf der Ostseite des Platzes führt ein kontinuierliches
warmweisses Lichtband die platzquerenden Fussgänger und
Radfahrer entlang der neuen Fassade der Wohn- und Geschäftsbauten,
die selber nicht beleuchtet sind, um die Aufmerksamkeit auf
die Schaufenster und die Wohnungsfenster in den Obergeschossen
zu richten.
Die Fassade der gegenüberliegenden Fabrikhalle steht
unter Schutz und wird mit den bestehenden Werkleuchten erhellt,
die aber von Quecksilberdampflampen auf neueste LED-Technologie
umgerüstet wurden. Auf diese Weise erscheint der Geist
der industriellen Vergangenheit mit einem sanften orangen
Glühen auf der Fassade.
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